Im aktuellen Gespräch gibt Markus Herrmann, Portfoliomanager bei LOYS, einen fundierten Überblick über die sich aufhellenden Konjunktursignale in Deutschland und die veränderten Perspektiven für Großbritannien. Im Fokus steht der spürbare Stimmungsumschwung in der deutschen Industrie: Der Einkaufsmanagerindex erreicht ein Mehrjahreshoch und liegt erstmals seit über drei Jahren wieder über 50 – ein Signal für Expansion. Markus Herrmann erläutert, warum die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der neuen Bundesregierung (u. a. Infrastruktur- und Rüstungsinvestitionen, Energieentlastung, steuerliche Impulse) erst ab Anfang 2026 in der Realwirtschaft wirken – und weshalb die Belastung durch US-Zölle zuletzt an Bedeutung verloren hat. Zudem zeigt er auf, wie sich eine Erholung der Industrie typischerweise über Zweitrundeneffekte auch auf Dienstleister wie IT, Beratung und Unternehmensservices auswirken kann. Ein weiterer Schwerpunkt ist Großbritannien: Sinkende Inflation eröffnet der Bank of England Spielraum für Zinssenkungen. Markus Herrmann beschreibt die enge Verbindung zwischen Zinsniveau und Bewertungsniveau britischer Small & Mid Caps und erklärt, warum fallende Zinsen sowohl Unternehmen als auch Verbraucher entlasten können – mit potenziell positiven Effekten für die Binnenkonjunktur. Abschließend geht es um die aktuelle Marktdebatte rund um KI und die teils extreme Abwertung von Software-, IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen. Markus Herrmann ordnet die widersprüchlichen Narrative ein und erläutert, warum er darin vor allem selektive Einstiegsgelegenheiten sieht – gestützt durch Aussagen aus der Berichtssaison.